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Die Römerstadt Weißenburg und das „Welterbe“ Limes

Hohe Ehre für den „Teufelswall“. Der Limes wird Weltkulturerbe:

Diese knapp formulierte Schlagzeile des Weißenburger Tagblatts drückt in wenigen Worten die Begeisterung aus, mit der man in Weißenburg auf die Entscheidung der in Durban tagenden Welterbekommission der UNESCO reagierte.

Am 15. Juli 2005 hatte diese nämlich einem Antrag der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz folgend den Obergermanisch-Raetischen Limes in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Seit dem Jahr 2000 hatten die vier Bundesländer auf dieses Ziel hingearbeitet. Aufwändige Vorarbeiten wie z.B. eine komplette Neuaufnahme und eine Internationalisierung waren notwendig, bis der entsprechende Antrag im Februar 2004 bei der UNESCO ... [mehr lesen]

Weißenburg und sein römisches Erbe

herkules.jpgBereits im Vorfeld der UNESCO-Entscheidung hatte sich der Freistaat Bayern auf Weißenburg als Standort des zentralen Vermittlungs- und Informationszentrums festgelegt. Es war sicherlich keine Überraschung, galt unsere Stadt doch mit seiner Fülle an römischen Relikten und ihrer Bereitschaft, diese zu pflegen und zugänglich zu machen, längst als einziger dafür in Frage kommender Standort.

Eine erste große Welle der Begeisterung ... [mehr lesen]

Der Römische Limes

roemerturm_titting.jpgUrsprünglich bezeichnete das lateinische „limes“ nur einen Weg, der die Grenze zwischen zwei Grundstücken bildete. Im Lauf des 1. Jahrhunderts wandelte sich die Bedeutung vom Grenzweg zur militärisch kontrollierten Grenze des römischen Kaiserreiches. Inhaltlich umfasst „Limes“ zunächst die Grenzlinie selbst, die mit einer künstlichen Sperranlage aus Holz (Palisade) oder Stein (Mauer) markiert ist. Dazu gehören weiter im unmittelbaren Nahbereich Erdwälle ... [mehr lesen]

Die Konvention zum Schutz des Erbes der Menschheit

Es sind die herausragenden Zeugnisse der Geschichte der Menschheit und der Natur, die mit dem Emblem des UNESCO-Welterbes ausgezeichnet werden: stumme und doch beredte Zeugen großartiger Kulturleistungen und Naturphänomene.

Im Jahr 1972 hat die UNESCO die „Konvention zum ... [mehr lesen]

Literaturhinweise

buchlimesstrasse.jpgBaatz, Dietwulf: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau, 4. Auflage, Berlin 2000;
Bechert, xxx: Römische Archäologie in Deutschland. Geschichte, Denkmäler, Museen, Stuttgart 2003;
Czysz, Wolfgang / Dietz, Karlheinz / Fischer, Thomas / Kellner, Hans-Jörg: Die Römer in Bayern, Hamburg 2005;
Fischer, Thomas / Riedmeier-Fischer: Der römische Limes in Bayern. Geschichte und Schauplätze entlang des UNESCO-Welterbes, Regensburg 2008;
Jäger, Ute: Römisches Weißenburg, Treuchtlingen 1998;
Keller, Walter E.: Deutsche Limes-Straße vom Rhein bis zum Main, Treuchtlingen 1999;
Keller, Walter E.: Deutsche Limes-Straße vom Main bis zur Donau, Treuchtlingen 1997;
Kemkes, Martin u.a.: Der Limes - Grenze Roms zu den Barbaren, Ostfildern 2005;
Kolb, Peter: Die Römer bei uns, München 2006;
Rabold, Britta / Schallmayer, Egon / Thiel, Andreas: Der Limes. Die Deutsche Limes-Straße vom Rhein bis zur Donau, Stuttgart 2000;
Thiel, Andreas: Wege am Limes. 55 Ausflüge in die Römerzeit, Stuttgart 2005.